Schmerztherapie

Schmerz ist eine wichtige und lebensnotwendige Empfindung z.B. nach einer Verletzung. Der Körper reagiert automatisch richtig, ein Reflex verhindert, dass wir Schaden nehmen, auch akuter Schmerz genannt. Er sollte so früh wie möglich behandelt werden um eine chronische Schmerzentwicklung zu vermeiden. Gleichzeitig wird diese Schmerzerfahrung im Gehirn abgespeichert. Die Funktion als Warnsignal kann aber verloren gehen. Dann tritt der Schmerz auch ohne Verletzung auf. Pathophysiologische d.h. krankhafte körperliche Veränderungen oder die Psyche können hierfür verantwortlich sein. Je länger der Schmerz anhält, desto mehr besteht die Gefahr einer Chronifizierung des Schmerzes.

Chronischer Schmerz hat die Funktion als kurzes, lebenswichtiges Signal verloren. Der Schmerz tritt immer wieder auf (z.B. Migräne) oder besteht über Monate (z.B. Rückenschmerz). Der ursprüngliche Auslöser ist nicht mehr vorhanden und kann auch nicht mehr nachvollzogen werden.

Die Schmerzcharakteristika lassen sich aufteilen in:SchmerztherapieSchmerztherapie

  • Akuten Schmerz
  • Chronischen Schmerz
  • Schmerzstärke
  • Schmerzart, wie z.B. Rezeptorschmerz, Nervenschmerz oder gemischter Schmerz

Chronischer Schmerz beeinflusst zunehmend die Handlungsfähigkeit und die Teilhabe des Patienten am täglichen Leben.

Ergotherapie unterstützt Patienten in der Verbesserung ihrer Alltagskompetenz bei Erkrankungen, wie z.B.:

  • Migräne / Spannungskopfschmerz
  • Rückenschmerzen
  • Fibromyalgie
  • etc.

Neben funktionellen Ansätzen findet auch die psychische Ebene in der Ergotherapie Berücksichtigung, z.B. durch Förderung der Entspannungsfähigkeit und der Schmerzreduktion.

 

Therapie

Ziel der Ergotherapie ist die Verbesserung der Handlungsfähigkeit im Alltag und die Wiedererlangung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Verordnungsfähige Heilmittel in der Ergotherapie sind je nach Grunderkrankung die „psychisch-funktionelle Behandlung“ oder die „sensomotorisch-perceptive Behandlung“

Zum Einsatz kommen Methoden, wie:

  • Manuelle Therapie
  • Biofeedback
  • Dorn-Hock-Methode
  • Manuelle (systemische) Narbentherapie
  • Spiegeltherapie
  • Triggerpunktbehandlung
  • etc.